Tipp 98-28 Schnorchel:
Motor M110.99412001742, Puch 280GE, 460.23217901536, Bj. 11/1984

Letzte Änderung am 23.02.2010 Copyright Dr. Hans Hehl
(Bilder soweit nicht extra gekennzeichnet in Eigenanfertigung)
Impressum gem. TMG Paragraph 5

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Arbeiten am Mercedes Geländewagen erfordern fachliche Kompetenz und die Ehrlichkeit, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen oder besser die Finger davon zu lassen bzw. in die Werkstatt zu gehen. Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr und Haftung!

Übersicht:

1. Hinweise:
2. Vorbesitzer-Konstruktion:
3. Eigenbau:
1. Hinweise:

Der Luftfilter saugt unter der Kühlerhaube die Luft an. Dies hat einige Nachteile: Es wird warme Luft angesaugt. Im Gelände gelangt im Motorraum hochspritzender Schlamm in den Luftfilter. Und bei tieferen Wasserdurchfahrten kann Wasser angesaugt werden.
So besitzen auch die Geländewagen der Militärs, Baumuster 461, einen seitlich angebauten Schnorchel. Den Schnorchel A4615000255 - 33,64 Euro ohne MwSt. findet man z.B. im EPC-Net beim Baumuster 461302, G270CDI, Nordamerika, Gruppe 52, 130, Bild 3. Ansaugsieb: A4615060034 - 3,37 Euro ohne MwSt. Schnorchel
Canadische Armee: Bilder vom G WAGON - LIGHT UTILITY VEHICLE (WHEELED) der Canadischen Armee findet man auf der Webseite www.forces.gc.ca in der Rubrik The Forces, Army, Eqipment, Vehicles. Erlaubnis (Zitat): "Information on this site has been posted with the intent that it be readily available for personal and public non-commercial use and may be reproduced, in part or in whole and by any means, without charge or further permission by the Department of National Defence."
Solche seitlichen Schnorchel gibt es auch bei der Fa. Schmude: www.schmude-hardtop.de (eigene Herstellung). Meistens ist er aus Kunststoff gefertigt. Allerdings ist er ja ständig angebaut und bei wald- und buschreichen Geländefahrten wie bei der Transilvania-Trophy in Rumänien sehr bruchgefährdet. Man kann es aber auch so machen. Ein Teil einer Kunststoffwasserflasche ersetzte den Schnorchel. Schnorchel
2. 280GE: Vorbesitzer-Konstruktion: top
Die Vorbesitzer hatten den Ansaugtrakt völlig umgestaltet. Ein senkrecht stehender Filtertopf und ein dicker Saugschlauch anstelle des originalen Luftfilters waren eingebaut. Der Filtertopf hatte keinen Luftrotationeinsatz wie der Mercedes-Luftfilter. Seitlich neben der Batterie führte der Ansaugkanal durch einen großen Ausschnitt an der Motorhaubenkante. Das Regenwasser sammelte sich im Batteriekasten, der war dadurch völlig verrostet. So konnte auch keine 100Ah-Batterie eingesetzt werden. Schnorchel 280ge
Das Kunststoffrohr war zu hoch gebaut und wäre bei der Trophy schnell verschwunden. Die Bilder zeigen den Zustand, als der 280GE gekauft wurde. Damit er in die Garage passte, wurde zuerst mal das Rohr gekürzt. Schnorchel Schnorchel Schnorchel Schnorchel
3. Eigenbau: top

Zuerst musste der originale Luftfilter nachgerüstet werden. Der Ansaugstutzen bei dem gebrauchten Luftfilter (Danke, Felix) war schon gekürzt worden. Da passte nun ein mit drei 4,2 mm-V2A-Blechschrauben befestigter 90-Grad-Bogen aus Kunststoffrohr mit 70 mm Durchmesser drauf.
280ge Schnorchel
Ein kurzes Verlängerungsstück geht durch ein Loch in der Motorhaube. Ein längs geschlitzter Rest eines dicken Schlauches ist über den Lochrand geschoben. Schnorchel Schnorchel Schnorchel
Ein weiterer 90-Grad-Bogen dient als Schnorchel. Beim Öffnen der Motorhaube muss man den Schnorchel abnehmen, aber das gilt ja für den Batterie-Hauptschalter auch.

Bei Bedarf kann der Ansaugkanal bis über die Windschutzscheibenoberkante verlängert werden. An der A-Säule waren dafür von der Vorbesitzern Gewindestutzen angeschweisst worden.
Schnorchel Schnorchel
Ein Metallabweiser auf der Motorhaube schützt dann den Schnorchel. Auch die Lichtmaschine bekam einen Schnorchel.

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