| Übersicht: |
| 1.
Einführung: Reifendrucksysteme gibt es in drei verschiedenen Arten: a) als Ventilsensor, b) als Felgenbettsensor und c) ohne Sensor als Auswerteeinheit vom ABS. |
| 2.
Grundlagen: Reifendrucksystem von Nokia Tires (Felgensensor): nicht empfehlenswert Eine Beschreibung findet man z.B. bei: www.kfztech.de/kfztechnik/fahrwerk/reifen/rdks.htm. Von Nokian gibt es eine ausführliche deutsche Beschreibung des Kontroll-Systems. |
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6. RDK von Mercedes für 463: (Code RY6 ab Mai 2007): ![]() Ab Modelljahr 2007 wurde beim Geländewagen, Baumuster 463.248 (G500), 463.270 (G55AMGK) und 463.341 (G320CDI) eine Reifendruckkontrolle eingebaut. |
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Ventilsensoren melden alle 60 sec die Daten (Druck, Temperatur,
Sensordaten) an das Steuergerät (beim CD-Wechsler hinten im
Radlauf).
Die Anzeige des Reifendrucks erfolgt erst nach einigen Minuten. Zuerst aktivieren sich die Ventilsensoren. Dann müssen die ersten Datenpakete übertragen werden. Eine umfangreiche Anzeige der Daten ist in das Menuesystem des Kombiinstrumentes integriert (GF40.15-P-0001G). Über den Innenraum-CAN werden Geschwindigkeit und Außentemperatur übertragen. Die im Menue "Reifendruckkontrolle" über die Lenkradtasten eingegebenen Daten werden vom LIN-Steuergerät im Lenkrad über den LIN-Bus (Local Interconnect Network, siehe Tipp LIN-Bus) an das Mantelrohrmodul gegeben. Über den Innenraum-CAN gelangen sie an das Kombiinstrument. |
7. Reifendruck-Kontrollsystem RDK:
Wechsel/Wiedereinbau der Sensoren (AR40.15-P-0080A) Beim SL55AMG gab es bis 31.05.2005 die Reifendruckkontrolle RDK von Beru (600248533), danach von Siemens. Inzwischen wird das System von Beru mit geändertem Rechnerchip wieder geliefert. Bei meinem SL55AMG, Typ 230.474 7/2002, hatte der Vorbesitzer die RDK-Sensoren nicht mehr ersetzt, als die Batterien im Sensor leer waren und neue Reifen notwendig wurden. Die Sensoren haben eine Mindestlebensdauer von 5 Jahren, da die Lithium-Batterien nicht austauschbar sind. So kamen auch Gummiventile in die Felgen. Im August 2008 ergänzte ich wieder die vier Sensoren. Zu den Sensoren (A0055422318 - 78,00 Euro ohne MwSt., Beru Nr. 600248533, Herstellungsdatum 09/05/2008)) muß man die Metallventile (A0014012713 - 9,77 Euro ohne MwSt., Ventilkappen (Schutzkappe) sind dabei) mitbestellen. Es dürfen nur Ventilkappen aus Kunststoff (A0004010609 - 0,88 Euro ohne MwSt.) auf den Alu-Ventilen verwendet werden, da sonst Korrosion eintritt (AR40.15-P-0080A). Identifizierungsnummern: VR: 248549 VL: 248430 HR: 248533 HL: 247634 |
| Über das Beru-System findet man auch einiges im Internet: http://www.beru.com/deutsch/aktuelles/presse/20020917-PI137.php oder hier als pdf abgelegt. Radelektronik mit Ventil: 1, Torx-Befestigungsschraube, 2. Radelektronik, 3. Ventil mit Schulterdichtung, 4. Distanzscheibe, 5. Überwurfmutter, 6. Ventilkappe, 7. Montagestift | ![]() |
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7.1 Techn. Details: (bis 31.05.2004: GF40.15-P-3000-03R, ab 01.06.04 bis 31.05.05 : GF40.15-P-3000-03RA): Im Gehäuse des Sensors befinden sich der 433MHz-Sender, ein Druck- und ein Temperatursensor sowie die Lithiumbatterie. Die Anbindung an den CAN-Motorraum-Bus ist komplex. In jedem Radlauf ist eine Antenne angebracht, die die Daten vom Sensor empfängt. |
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Diese vier Antennen geben die Daten an das Steuergerät N88. Das Steuergerät RDK (N88) befindet sich im Gepäckraum links (AR40.15-P-0100R). Aus den an den Radantennen gemessenen Feldstärken wird die Position des Sensors und somit des Rades ermittelt.
Dieses vergleicht den aktuellen Reifendruck unter Berücksichtigung der Reifentemperatur und der Außenlufttemperatur mit den gespeicherten Sollwerten. Bei Überschreiten der Grenzwerte wird über den CAN-Bus eine Meldung an das Kombiinstrument gegeben. Die entsprechende Information wird in beiden Rundinstrumenten (Multifunktionsanzeigen) angezeigt. |
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Es sind mehrere Steuergeräte beteiligt: Kombiinstrument (Initialisierung), SAM Fahrer N10/10 (Außenlufttemperatur), SAM Beifahrer N10/11 (Klemme 61 ein = Motor läuft), EZS N73 (Raddrehzahlen, Klemme 15 ein, Diagnose aktiv, Ländercode, Variantencodierung).
Jeder Sensor hat eine Identifizierungsnummer aufgedruckt. Zusätzlich ist jeweils ein Aufkleber mit der Nummer vorhanden. Die Nummer wird zur Aktivierung mit der Stardiagnosis benötigt (Menue: Steuergeräte - Fahrwerk - RDK - Inbetriebnahme - mit manueller Einstellung des neuen Steuergerätes). Ab 1.06.2005 wurde bei Neufahrzeugen das Reifendrucksystem von der Fa. Siemens geliefert. Anstelle der 4 Antennen in den Radläufen gibt es nur eine am Unterboden. Die Bauteile von Beru und Siemens sind untereinander nicht kompatibel. |
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7.2 Einbau der Sensoren:
Zunächst habe ich mal die Sensoren ausgepackt und die Klebeschildchen mit den Nummern der 4 Sensoren ins Serviceheft geklebt. Die Identifizierungsnummern der Radsensoren und der Sollluftdruck (vorne 2,4 bar, hinten 2,5 bar) werden später mittels Stardiagnosis ins Steuergerät RDK übertragen. |
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Vor der Montage (es fehlten noch die Ventile) kann man schon mal testen, ob die Sensoren erkannt werden. Dazu legte ich die Schächtelchen mit den Sensoren auf die Reifen des SL55. Die Zuordnung des jeweiligen Reifens, z.B. Vorne Links = VL, zur Identifizierungsnummer ID wird auch benötigt.
Nach der Eingabe der ID und des Sollluftdruckes für die vier Reifen mittels Stardiagnosis zeigte der Test, dass die Sensoren erkannt werden. Der Sollluftdruck muß vierstellig, z.B. 2400 hPa für 2,4 bar, eingegeben werden. Allerdings fehlt ja der Reifendruck und so ist das RDK-System noch nicht funktionsfähig. |
| Der Reifen muß neu gewuchtet werden. Die Wuchtmaschine sollte auf Null-Toleranz eingestellt sein, dann kann auch auf 0 gewuchtet werden (Norbert: herzlichen Dank). | ![]() |
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| Nach der Aktivierung wird der Reifendruck erst nach bis zu 10 Minuten Fahrzeit im rechten Display angezeigt. Die Einheit "bar" sollte eingestellt sein. | ![]() |
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7.4 Meldungen:
Im rechten Rund-Display vom Kombiinstrument werden die Reifendruckmeldungen angezeigt. Erinnerungsmeldung: gelb: Eine gelbe Hinweismeldung erscheint, wenn der Reifendruck zwischen 0,2 und 0,4 bar unter dem Solldruck liegt. Warnmeldungen: rot Warnmeldungen erfolgen in roter Farbe und erscheinen, wenn der Reifenluftdruck a) schnell, d.h. mit mehr als 0,2 bar/Minute absinkt. b) mit mehr als 0,4 bar unter dem Solldruckwert liegt. |
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7.5 DAS/Stardiagnosis:
Menuepunkte: Steuergeräte - Fahrwerk - RDK-Reifendruckkontrolle Im DAS-Menue "Istwerte" werden verschiedene Parameter angezeigt, so zusätzlich zum Reifendruck auch die Reifentemperatur und die Batterielebensdauer. |
8. Reifenschäden:
1. Bild: Geplatzter Reifen 5 Sek. nach Warnung vom RDK (von motortalk, Merc.-Richie) 2.-3.Bild: Thorsten, AMGOC: Pirelli P-Zero-Rosso 225-40-18, 5 Monate alt, Restprofil 70% |
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| 5.-8. Bild: Peter: C55, vorne links bei 250 km/h, kein RDK. Reifen: Pirelli P Zero Rosso Asimmetrico 225/40/ZR18 92Y , 2007 (zul. Höchstgeschwindigkeit > 300km/h), Druck 2,6 bar | ![]() |
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9. TPMS Reifendruck-System TM100 bis 4 bar:
Informationen zum Reifendrucksystem TPMS oder Tiremoni findet man im Internet, z.B.: www.tiremoni.com. Es gibt das TPMS der Fa. Atriumpower bei Amazon.de für z.Zt. 88,39 Euro (versandfrei). Für die hohen Geschwindigkeiten des G55AMG müßten die Reifen neu gewuchtet werden, da jeder Sensor etwa 10 Gramm wiegt. Diese Unwucht machte sich im Test sofort bemerkbar. Ich verwendete ich es im Wettbewerbs-280GE, bei den "Riesenreifen" spielt es keine Rolle. Es bewährte sich auf der Transilvania-Trophy 2009 und zeigte uns einen langsamen Luftverlust im rechten Hinterrad an (siehe Bericht Transilvania-Trophy 2009). Bei der Transilvania-Trophy 2010 wurde der Reifenschaden mit Druckabfall (Nagel im Reifen) sofort gemeldet. |
| Weitere Einzelheiten zum TPMS-System sind hier: tipp98-1.htm#b66 |
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