| Einiges über ABS, AMR, ASR, BAS, BMR,
ESP, ETS, FDR und MSR! Da das ESP in Arjeplog (Nordschweden) von Frank-Werner Mohn 1989 erfunden wurde, habe ich Details dazu bei meinem Arjeplog-Eistraining-Tipp abgelegt: siehe Tipp 91 . Literatur: Bedienungsanleitung (BDA), verschiedene Artikel aus Magazinen des Mercedes G-Clubs e.V. (1/2002) und aus "Geländewagen und Freizeit", Heft 5/2002 (Dieser Artikel von Martin Breuninger ist auch in seinem Mercedes-G-Buch "Die Legende fährt weiter" enthalten). Die gelbe Boschreihe "Technische Unterrichtung: Sicherheits- und Komfortsysteme" enthält viele Grundlagen über diese Systeme dazu, ebenso die Kfz-Webseite von J. Wiesinger www.kfztech.de . Auch die Mechatronik-Abteilungen der Universitäten haben einige Informationen ins Internet gestellt (siehe Links!). |
Schöne Demo-Flash-Animationen zur modernen Adapativen Bremsentechnik ABR findet man bei Mercedes: http://cbt-hotline.websale.biz. |
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Übersicht: 1. ABS: -- 2. BAS: -- 3. ESP: -- 4. ETS: -- 5. MSR: -- 6. AMR: -- 7. BMR: -- 8. Links, Videos: |
| Durch die Einarbeitung in diese
Themenbereiche begreift man erst, welch ein Fortschritt bei den
modernen G's erreicht wurde, da liegen Welten zwischen dem 240GD von 1997
und z.B. dem G270CDI von 2002. Ziel der Entwicklung ist die Steuerung des
Fahrzeugs mittels Drive-by-Wire, wie es Mercedes mit einem
SL-Roadster R129 testet, ein Fahrzeug ohne Lenkrad, Gas- und
Bremspedal. Die aktiven Sicherheitssysteme dienen der Stabilisierung des Fahrzeugs in kritischen Situationen. Zum ABS (Antiblockiersystem) und ASR (Antriebsschlupfregelung) kommt die FDR (Fahrdynamikregelung) hinzu, die auch ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) genannt wird. |
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2.
BAS: Bremsassistent (BDA S. 275): ![]() Wird das Bremspedal schnell, aber nicht kräftig genug betätigt, wird die maximale Bremskraftverstärkung aufgebaut. Ein Sensor erfaßt den Bremspedalweg und die Bewegung der Membran im Bremskraftverstärker und meldet diese dem BAS-Steuergerät. Dieses leitet gegebenenfalls die Notbremsung ein. Genauere Einzelheiten bei www.kfztech.de . Bild Quelle DaimlerChrysler. Bei eingerückter Mittel-Differenzialsperre ist es außer Funktion. |
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3.
ESP: Elektronisches Stabilitätsprogramm (BDA S.
279) ![]() Es beinhaltet auch die Systeme ETS (Elektronisches Traktionssystem, auch ASR genannt), AMR (Antriebsmoment-Regelung), MSR (Motorschleppmoment-Regelung) und BMR (Bremsmoment-Regelung).. Es verringert das Motordrehmoment und stabilisiert das Fahrzeug durch Bremsimpulse an einem oder mehreren Rädern. Dabei werden mehrere Meßgrößen verarbeitet, so der Lenkwinkel, die Drehgeschwindigkeit (Gierrate) um die Hochachse und die Querbeschleunigung sowie die Raddrehzahlen. Die Wirkung von ESP kann man sich so vorstellen, als ob man für jedes Rad ein eigenes Bremspedal hätte, um trickreich das Auto zu stabilisieren ;) . Bei Schneekettenbetrieb, im Tiefschnee, auf Sand oder Kies und im Gelände kann es vorteilhaft sein, das ESP mit dem Schalter an der Mittelkonsole auszuschalten. Dann wird der Motor in seinem Drehmoment nicht begrenzt und die Antriebsräder können für eine gewisse Fräswirkung etwas durchdrehen. Es kann bis 60 km/h mittels Schalter EPS-OFF in der Mittelkonsole abgeschaltet werden. Die Warnleuchte im Geschwindigkeitsmesser zeigt die Abschaltung an. Das ETS (auch ABS und BAS) bleibt in Funktion und schaltet sich weiterhin zu (Warnleuchte blinkt), wenn einzelne Räder durchdrehen! Ab etwa 65 km/h oder beim Bremsen regelt das ESP trotz Abschaltung wieder! Bei eingerückter Mittel-Differenzialsperre ist es außer Funktion. Eine grundlegende Darstellung des ESP findet sich bei www.kfztech.de . |
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| Interessant ist auch eine Stellungnahme von
Mercedes: (Mercedes-Benz Customer Assistance Center N.V., gefunden
bei www.mwslk.de)
für den SLK200. Bei Betätigung des Schalters ESP OFF wird die ASR-Antriebsmomentregelung abgeschaltet und zusätzlich die ESP-Stabilitätsfunktion beim Beschleunigen und im Freirollfall aufgehoben. Beim Bremsen bleibt die ESP-Stabilitätsfunktion weiterhin erhalten. Die MSR-Regelung wird abgeschaltet. In dieser Schalterstellung erfolgt über den Bremsmomentregelkreis bis 40 km/h bei einem durchdrehenden Antriebsrad ein Bremseneingriff. Sind weiterhin Zuschaltbedingungen vorhanden, so bleibt der Bremseneingriff bis max. 60 km/h erhalten. Jedoch wird das Bremsmoment kontinuierlich zurückgenommen. |
| Das ESP-Steuergerät befindet sich im Beifahrerfußraum vorne und beinhaltet auch das Steuersystem BAS und ABS (Bild vom offenen/modifizierten Steuergerät von Bosch von Uni-Duisburg, Mechatronik!). | ![]() |
| Achtung: Noch nicht getestet!!!! Bei der Benutzung eines Leistungsprüfstandes kann wahrscheinlich das ESP mittels Lenkradtasten ausgeschaltet werden (siehe Tipp: Unbekannte Meldungen im Kombiinstrument). |
| 8.
Links: Von Bosch gibt es einige Informationen und Videos (www.bosch-esperience.de/de/language1/filclips.html) zum Thema ESP, FDR, etc. Vorlesung Mechatronik Uni Siegen: "Drive-by-Wire": Grundlagen zu ESP u.a. Eine sehr gute Darstellung des ESP und auch der gesamtem Kfz-Technik findet man bei www.kfztech.de von Wiesinger. |
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| http://www.mbusi.com/4wheel.html:
ETS-Simulation siehe auch Harald Pietschmann: http://www.4x4abc.com/ML320d/M-Klasse/M-Klasse_Buch_ABS.html |
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