Übersicht:
1. Hinterachsen-Chronik |
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2a: Stauchring und Radlager erneuern 2b: benötigte Teile 2c: Einbau 3. zusätzliche Teile |
4. Werkzeug Eigenbau 5. Schrumpfring abziehen 6. Anlassfarben |
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| alte Hinterachswelle mit Schrumpfring | Hinterachswelle ausgebaut | Hinterachswelle: Lager abgetrennt | Hinterachswellenvergleich | Nutmutter abschrauben | Lager erwärmen | Lager erwärmen |
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1. Hinterachsen-Chronik: a) 1. alte Achse: 741.503 Perrot 10 7500592 Antriebswelle (links): 10/79 - A 460 357 01 01 mit Schrumpfring |
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| Bei den ersten Hinterachswellen hielt ein Schrumpfring das Lager. Für die Differenzial-Sperre besitzt die linke Hinterachswelle eine zweite Kerbverzahnung für die Schaltmuffe (siehe Sperrentipp).
Da es den Schrumpfring (A6013575151) nicht mehr gibt, kann er aus unlegiertem Baustahl E335 nachgedreht werden. Innen 44,866 bis 44,852 mm, Außen: 66 mm, Breite: 16 mm, Kanten zum Lager angefast, Abpress-(Prüfdruck): 210 Nm (Danke für die Daten, Norbert (viermalvier-forum). b) 2. Achse, Garantietausch: 16.02.1981 / 33475 km: A4603502200 / 741.503 Perrot 7512072 ab Achs-Nr. 7 518 896 aktuelle Antriebswellennummer (2006): links: A4623500110 - 679,15 Euro inkl., rechts: A4623500010: c) Tausch der Hinterachswellen: Da in den Lagern der Hinterachswellen nach einiger Zeit zuviel Spiel vorhanden war, habe ich damals (heute bin ich froh darüber, sie waren viel billiger als heute) die Hinterachswellen durch die Ausführung mit der Nutmutter (ab Achs-Nr. 7518 896) ersetzt. Die Hinterachswellen konnten einfach ausgetauscht werden. Das Radlagerspiel kann nicht eingestellt werden, es bleibt nur der Austausch der Lager. |
| Nach dem Abnehmen/Abziehen der Bremstrommel muß zumindest die untere Rückzugfeder ausgehängt werden. Ich baue gleich immer die Bremsbacken (siehe Bremsen ) aus. Dann die sechs Sicherungsmuttern abschrauben und die Welle herausziehen. Die äußere Lagerschale bleibt zunächst im Achstragrohr stecken und kann dann mit einem Abzieher oder einem Schlagauszieher herausgezogen werden, oft kann sie auch einfach herausgenommen werden. |
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Die Hinterachswelle wird nun mittels zweier alter Radschrauben im Schraubstock eingespannt.
Mit einem breiterem Durchschlag klopft man die Kerben des Sicherungsbleches zurück und schraubt die Nutmutter ab. Ich konnte sie mit der Hand abschrauben! Sonst benötigt man den Klauenschlüssel für die Nutmutter: W 460589010700 - 43,94 Euro inkl. oder man baut ihn selber (siehe Nr. 4). |
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Da bei der Achse über 250.000 km Laufleistung vorlagen, kann das alte Radlager einfach mit der Trennscheibe abgetrennt werden. Sonst geht man zur DC-Werkstatt oder man benötigt einen speziellen Abzieher, z.B. von Snap-on Nr. CJ951 (Snap-on-Vertretung) |
| Also zuerst äußeren Rollenkäfig durchtrennen und abnehmen. In die innere Lagerschale werden vorsichtig zwei Rillen geschnitten, die schräg verlaufen müssen, damit man mit einer kleinen Trennscheibe (alten Rest verwenden) hinkommt. Ich verwende 1 mm dünne Edelstahl-Trennscheiben. Nicht zu tief einschneiden, damit die Hinterachswelle nicht beschädigt wird. Dann genügen einige leichte Meißelschläge, um das Lager zu sprengen (zumindest Bruchrisse) und von der Welle zu entfernen. Man könnte die Lagerschale auch seitlich anschleifen. |
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| Mit einem Abzieher, z.B. von Snap-on kann man z.B. auch die innere Lagerschale anheben und dann abpressen. |
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c) Einbau:
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| Lagerdeckel | Polyurethanring im Stauchring (nicht bei FAG) |
Dichtring | Stauchring halbiert | O-Ring in Rille Stauchring |
| Das Lager wird in einem Ölbad erwärmt. Dazu in ein kleines Töpfchen das Radlager, angehängt an einen Draht, legen und mit Motoröl das Radlager bedecken und auf 130 Grad C (Öl beginnt leicht zu rauchen) erwärmen. Das heiße Lager (Handschuh!) kann dann mit der gerundeten Kante des Lagerinnenringes (Lagerschale) voran vollständig auf die Hinterachswelle aufgeschoben werden (innere Lagerschale liegt am Bund an der Hinterachswelle an). Es geht aber auch mit der Lötlampe. |
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4. Werkzeug für die Steckachse: Eigenbau ;)
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| Umrisse des Original-Schlüssels | Der Griff: 10 mm stark | ausgefeilt für die Mutter | Halbring 10 mm stark | Halbring | Halbring mit Einsatzstück | nicht schön, aber stabil |
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4.1 Original Nutmutterschlüssel 460 / 463 ab Bj. 2000
2010 kostet der Schlüssel für die Nutmutter W 4605890107(00) beim 240 GD 42,04 ohne MwSt., (47,48 Euro inkl. (vorher: 43,94 Euro inkl.), aber der Selbstbau reizt. Der selber gebaute Schlüssel muß stärker sein, da ich nicht den Werkzeugstahl habe. Der Griff besteht aus 10 mm starkem Material, ebenso der Ring. Der Nutzapfen am Griff ist aus dem Vollen gefeilt, der obere Nutzapfen eingesetzt. Der Abstand zwischen Mittelpunkt Nutmutter und Mittelpunkt Vierkant beträgt beim Schlüssel 59 mm. |
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4.2 Steckachse 463, z.B. 320GE, Bj. 1995 mit ABS
Für den 463 ist der Schlüssel W6015890307(00) billiger (27,14 Euro ohne MwSt.). Beim 463.270 passt der alte Klauenschlüssel W4605890107(00). |
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| Die Nutmutter wurde mit dem Meissel traktiert. Besser ist der 463er-Schlüssel, der etwas kleiner als der vom 460 ist. | ![]() |
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5. Schrumpfring abziehen/aufpressen:
Die Reparatur einer alten Steckachse mit Schrumpfring hat ein G-Fahrer durchgeführt. Hier sein gekürzter Bericht: "Ich empfehle einen Schweißbrenner der Größe 4-6, besser ist 6-9. Immer gut mit der Flamme gleichmäßig um den Ring erwärmen, bis er eine bläuliche Färbung erhält. Dann kann der Schrumpfring mit Hammer und stumpfem Meissel abgetrieben werden. Zum Auftreiben wird der Ring wieder stark erwärmt (Blaufärbung), dann rutscht er von alleine auf den Lagersitz. Im heißen Zustand könnte man den Schrumpfring auch mit dem Abzieher abdrücken." Berichtende Ein langes passendes Rohr (einen alten Lagerinnenring an ein etwa 1 m langes Rohr (Durchmesser: 63 mm, 3mm Wandstärke) schweißen) hilft beim Auftreiben des Schrumpfringes. Die Sitzfläche muß fettfrei sein. Laut WHB von 1980 wird zusätzlich noch Loctite 270 aufgetragen. Der Schrumpfring kann auf einer elektrischen Heizplatte bis 550 Grad Celsius erwärmt werden. Diese Temperatur kann man mit einem Vielfachmessgerät (Temperaturmessbereich) messen. Der Schrumpfring muß einer Abpresskraft von 8 Tonnen standhalten. Eigentlich müßte man das Gewinde für die Nutmutter auf der alten Achse anfertigen können. |
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6. Anlassfarben:
Eine sehr ausführliche Darstellung der Werkstoffe (u.a. Anlassfarben) findet man hier: http://www.rubig.com/haertetechnik/downloads/Praxissevice.pdf . Allgemein gilt: blassgelb: 200 Grad C., kornblumenblau: 300 Grad C., graubraun: 400 Grad C.. /Farbtafel von www.rubig.com) |
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