| 1. Glühkerze alt | |
| Die Vorglühanlage des 240 GD, Motor OM616.936, ab BJ 3.79 bis 7.80, bis Motor-Nr. 002569, ist eigentlich unverwüstlich. Es liegt eine Reihenschaltung der 4 Glühkerzen vor. Zwischen den Glühkerzen sind drei Widerstandsdrahtbrücken vorhanden. Die Messdaten (siehe Messwerte) nach 15 Sekunden Vorglühdauer zeigen, dass jede Glühkerze im Mittel etwa 0,9 Volt erhält. Insgesamt fließen etwa 55 Ampere laut Handbuch. | ![]() |
| Verwendet wird die Glühkerze GA 1/35 von Bosch, Nummer 0 250 001 016, von Beru Nr 382 GK oder von DC, A 0001596101 (ca 21,30 Euro). Sie besitzt ein M 18 x 1,5 Gewinde, Sechskant 20,8 mm. | ![]() |
| 2. nachglühfähige Glühkerze (besserer Kaltlauf, Rapsölbetrieb) | ||
| Da ich seit 2003 den 240GD mit reinem Rapsöl betreibe (Bericht hier) , baute ich im Mai 2003 die Vorglühanlage auf die nachglühfähigen Glühkerzen um, die inzwischen bei fast allen Dieselautos verwendet werden. Durch das Nachglühen wird der Kaltlauf vermindert und das "Nageln" entfällt fast ganz. Außerdem benötigen die Stabglühkerzen insgesamt weniger Strom, da sie mit 11V betrieben werden. Beim Rapsölbetrieb ist es ganz wichtig, nachzuglühen, da das Rapsöl einen höheren Flammpunkt besitzt und so ein unrunder Motorlauf nach dem Starten verringert wird (Vorheizen mit Standheizung oder mit 230V-Tauchsieder ist dann noch besser!). | ![]() |
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Zum Umbau auf nachglühfähige Glühkerzen gibt es von Bosch eine passende Glühkerze: Bosch Duratherm, nachglühfähig, 0 250 201 044, Gewinde M 18 x 1,5. Im Autoteilecenter kosten 4 Stück 76 Euro inkl. Ebenso gibt es von Beru die gleiche Glühkerze GV 626 , 0100221311. Diese besitzt einen Innenwiderstand von etwa 0,4 Ohm.
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| Die Glühkerze benötigt 11 Volt. Alle 4 Glühkerzen sind parallel geschaltet, jede bekommt also die volle Spannung vom Vorglührelais. Im Betrieb brauchen diese Glühkerzen viel weniger Strom, da sie selbstregulierend sind. Der Strom einer Glühkerze sinkt von anfangs über 20 A auf etwa 8 A bei vollem Glühen. | ![]() |
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| Die von Beru angebotenen Glühkerzen für den 240 GD im Nachrüstsatz SR039 passen nicht bei den ersten Motoren (auch Austauschmotoren)! Erst ab Bj. 8.80 bis 8.87, ab Motor-Nr. 002570, Glühkerze Duratherm Chromium 0 250 201 045 (Stückpreis 20,00 Euro).
Zum Umrüsten gibt es einen kompletten Teilesatz von Bosch Nr. 0 250 201 995 mit Glühkerzen, Kabel und Relais. |
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4. Messwerte: :
a) alte Wendelglühkerzen (vor dem Umbau)- Reihenschaltung: |
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| b) neue Stabglühkerzen: Parallelschaltung Statt mit einem teuren Amperemeter oder Zangenamperemeter kann man mit einem Voltmeter den Spannungsabfall am Verbindungskabel zwischen den Glühkerzen messen. Nach etwa 10 sec. wird gemessen, da dann der Glühstrom auf einen konstanten Wert abgesunken ist. Die Werte notiert man sich und kann so später ohne Demontage eine defekte, unterbrochene Glühkerze aufspüren, da dann der Strom und damit der Spannungsabfall an der Leitung niedriger ist. Spannungsabfall zwischen den vier Glühkerzen Gl1 bis Gl4 : Nach etwa 10-15 sec. bleiben die zunächst absinkenden Werte (Spannungsabfall und damit der Strom) konstant, bis nach etwa 110 sec. das Relais abschaltet): Gl1 - (3,2-3,5 mV) - Gl2 - (6,1-6,6 mV) - Gl3 - (8,0-8,9 mV) - Gl4 (Durchschnittswerte bei warmen Motor!) bei etwa 11,8 V an der Glühkerze Nr. 4 nach der Sicherung. |
| Anschlüsse Stecker / Vorglührelais: 1 = 31 (Masse), 2 = NTC (Temperaturfühler), 3 = 50 (Plus beim Starten), 4 = 15 (Plus beim Vorglühen), 5 = 30 (Dauerplus), 6 = G (Glühkerzen), 7 = La (Vorglühlampe) | ![]() |
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8. Glührelais-Steckerteile:
Stecker/Gehäuse: A0065458128, 1,15 Euro inkl., Kontakteinsatz: A0035452626, 0,82 Euro inkl., Deckel: A00954553728, 0,77 Euro inkl. |
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9. Glühkerzen nach 30.000 km mit Rapsöl:
Seit Mai 2003 und etwa 30.000 km waren die Bosch-Stabglühkerzen nun in Betrieb mit Rapsöl, , deshalb erfolgte eine Kontrolle am 08.10.2006. Die Spitze der Glühkerze besaß einen weißen Belag, der sich aber leicht mit der Drahtbürste entfernen ließ. Also funktioniert auch das Nachglühen ohne Probleme. |
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10: Ein böser Fehler im Vorglührelais eines 300GD:
Ein G-Freund mit einem kurzem 463.327/300GD Sechszylinder klagte mir sein Leid mit zwei Werkstätten: Alle drei Tage war seine Batterie leer. Die Werkstätten wechselten die Batterie (100Ah) und dann die Lichtmaschine (LiMa) ohne Erfolg und waren mit ihrem Latein am Ende. Die Vorglühanzeige funktionierte normal und ging aus. Eine Messung der Batteriespannung im Leerlauf ergab etwas unter 12V, beim Gasgeben max. 12,5V. So konnte die Batterie nicht geladen werden, es müssten etwa 13,8V sein. Ein Amperemeter in der roten Ladeleitung von der LiMa ergab aber 25A Ladestrom, die war also i.O. An die von der Batterie abgetrennte rote Ladeleitung wurde nun eine externe Batterie mit Massekabel angeschlossen, nun stimmte auch die Ladespannung von 13,8 V. Also waren LiMa und Regler okey. Achtung: Motor immer abschalten , bevor man etwas umklemmt. Ohne angeschlossene Batterie können die Dioden im Regler der laufenden LiMa durch Überspannungsspitzen kaputt gehen. |
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11. Innenleben 300GD-Glührelais:
Vier kleine Kreuzschlitzschrauben halten das Gehäuse des Relais, meistens sind sie sehr verrostet. Nach dem Öffnen erkennt man die 6-fache Relais-Kontaktreihe zu den Anschlüssen der Glühkerzen G1 bis G6 auf der linken Seite der kräftigen Kontaktwippe, zwei große Kontaktflächen rechts führen zur Klemme 30 mit Schraubanschluß. Fließt Strom durch die Spule, wird die Wippe rechts angezogen und schließt alle Kontakte. Besonders die kleinere der zwei rechten Kontaktflächen zeigte einen Abbrandkrater. |
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