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Rund um die Bremsen: 460/461/463 Scheibenbremse vorne / Bremsleitungen Tipp 13: Letzte Änderung am 20.03.2011 / 11.05.2009 Copyright Dr. Hans Hehl (Bilder soweit nicht extra gekennzeichnet in Eigenanfertigung) Impressum gem. TMG Paragraph 5/6 zur Startseite - zum Stichwörterverzeichnis Alle Arbeiten an den Bremsen sind sicherheitsrelevante Arbeiten und erfordern fachliche Kompetenz, entsprechendes Werkzeug und die Ehrlichkeit, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen oder vielleicht besser in die Werkstatt zu gehen. Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr! Die Daten gelten für 240 GD Bj. 10/1979, z.T. auch für 270 CDI, 7/2002. Etliche Arbeitsanweisungen können unter Umständen bei fehlerhafter Ausführung zu erheblichen Folgeschäden führen. Es wird daher ausdrücklich jede Haftung für die Arbeitsanweisungen auf der Webseite abgelehnt. Der Ausführende trägt das alleinige und uneingeschränkte Risiko. Weitere Einzelheiten über die Bremse sind im Tipp Bremssattel abbauen 240GD enthalten. Stahlflex-Bremsleitungen sind im Tipp "Wettbewerbs-G 280GE" beschrieben. Übersicht Bremse: 460/461/463 |
| Für kleinste Biegeradien gibt es eine kunststoffummantelte Biegevorrichtung von Hazet Nr. 2193-1. | ![]() |
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| Größere
Bördelgeräte wie das von
Stahlwille werden in den Schraubstock eingespannt und sind sehr
teuer. Verwendet man dagegen die rostfreien Kunifer-Bremsleitungen, ist das kleine
Gerät ideal, da das Material weicher ist. Die Leitung wird
so eingespannt, dass etwa 3 mm noch frei sind, entsprechend der Randhöhe der Matritze.
Diese kommt dann mit dem Dorn in die Leitung.
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| Bei den weicheren Kuniferleitungen sollte man fast 4 mm überstehen lassen, damit der Bördel groß genug wird. Der kleinere Bördel war undicht. | ![]() |
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| Das Befestigungsblech für die Bremsschläuche habe ich aus 2mm starkem V2A-Blech gemacht. Die Schlitze seitlich an den Durchführungen ermöglichen das Aushängen der Bremsleitungen, wenn man die Bremsscheiben abnehmen will. Damit entfällt das Abschrauben der Schläuche und das Entlüften. Weitere Bilder sind im Tipp13c.htm | ![]() |
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2.3 Bremsflüssigkeiten:
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| Es gibt z.Zt. bei den Bremsflüssigkeiten drei Stoffgruppen: 1. Polyglykoletherbasis, 2. Mineralölbasis und 3. Silikonölbasis. Diese dürfen nicht miteinander gemischt werden. Die Bezeichnung DOT (Department Of Transportation) mit einer Nummer (z.B. 3,4,5,5.1) klassifiziert die verschiedenen Eigenschaften der Bremsflüssigkeiten. |
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Für die älteren Mercedes Geländewagen ohne ABS genügt DOT4. Ist ABS und ESP vorhanden, schreibt Mercedes in seinen Betriebsstoffvorschrift (331.0) DOT4 Plus vor (A0009890807 - 1 Liter-Flasche 4,20 Euro ohne MwSt.).
Alle Betriebsstoffvorschriften sind auf der Mercedes-Webseite aufgeführt. |
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Fatalerweise ist DOT5 nicht mehr aus Polyglykolether, sondern
aus Silikonöl aufgebaut. DOT4 und DOT5 sind also nicht
mischbar! Dagegen besteht DOT5.1 wieder aus der
Polyglykoletherbasis, ist also mit DOT3 und DOT4 mischbar! Für DOT5 geben die wenigsten Hersteller in Deutschland eine Freigabe. Nur Porsche und Harley-Davidsen verwenden DOT5 mit speziellen Gummiteilen. (weitere Infos siehe http://mike.british-cars.de/Silikon.htm ) von Mike Sanders) Gummiteile und Gummischläuche für Bremsen müssen aus EPDM sein, siehe weiter unten. |
3. Entlüften / Bremsflüssigkeit wechseln: ![]() Zum Entlüften hat sich das EeziBleed-Gerät, z.B. von www.korrosionsschutz-depot.de/ bewährt. Die haben auch einen Pressluftadapter. Ich habe mir an den schwarzen Luftschlauch einen Adapter für die Pressluft-Kupplungen gebaut, da ich Pressluft zur Verfügung habe. Man kann auch mittels Ventil mit einer Fahrradpumpe den Druck erzeugen oder die Luft aus dem Reserverad mittels geigneter Anschlüsse (Luftpumpenventil) verwenden. Ein Manometer wäre dabei wichtig, damit der Druck beim Entlüften nicht über 1,4 bar ansteigt! |
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| Die gibt es bei DC oder im Zubehörhandel (5 Liter ca. 18 Euro inkl.). Kanister immer gut verschlossen halten, da die Bremsflüssigkeit Luftfeuchtigkeit aufnimmt. Bremsflüssigkeit ist giftig, Sondermüll, bei DC bzw. Händler wieder abgeben! Aufpassen, Bremsflüssigkeit löst den Lack an, notfalls mit Wasser abwaschen! |
| Die Differenzialsperren beim G werden übrigens genauso entlüftet, ebenso die Kupplung ! |
| Eine interessante Alternative wären die Bremsenteile von www.ebc-brakes.de, also Bremsklötze, Bremsschläuche und Bremsscheiben. |
5. Bremssattel und Bremskolben (Perrot oder
Teves)
Warnung: Ein Bremssattel darf nicht getrennt werden! So heißt es bei Mercedes. Warum???, die wollen doch nur ganze Bremssättel verkaufen. |
| Zum Fotografieren wurde ein alter Perrot-Bremssattel vom Transporter aus der Schrottkiste zerlegt, er ist baugleich. | ![]() |
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| Die beiden Sattelteile sind mit vier hochfesten Schrauben festgehalten, siehe auch u.a. Anzugsdrehmomente. | ![]() |
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Nur zwei kleine Dichtscheiben A0004231560 - 0,81 Euro ohne MwSt. (10 mm außen, 6mm innen, 2mm stark) sind vorhanden. "EuroTruck - Sean P." nannte die Mercedes-Nummer im Forum pointedthree.com am 17.12.2008). Die Dichtringe sind beim Unimog verbaut, z.B. auch bei den Entlüfterventilen.
Es gibt sie auch bei Suzuki-Werkstätten, Nr.69107-34200 zum Preis von über 7 Dollar pro Stück! | ![]() |
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Anzugsmoment:
Für die Perrot-Bremse (Wabco) vom 460 gelten folgende Anzugsmomente: SW19 - M12 x 1,5 - 12.9 - 75 mm lang: SW19: 130 Nm +- 10 Nm SW17 - M10 x 1,5 - 10.9 - 74 mm lang: SW 17: 60 Nm +-5 Nm Wenn Anzugsmomente unbekannt sind, kann man sich mit Standardanzugsmomenten behelfen. a) http://www.metalltechnik.wakru.de, dort "Downloads" oder als pdf-File hier. b) http://www.schrauben-normen.de/anziehmomente.html Siehe auch Tipp 60: Schrauben-Anziehdrehmomente |
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Gummiteile und Bremsflüssigkeit:
Sie müssen aus EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) sein, nur dieses Material ist beständig gegenüber Bremsflüssigkeit auf Glykolether-Basis, z.B. Meterware Schlauch: A4609970882 - 24,10 Euro ohne MwSt., Beschriftung: EPDM FTE 03.116T93 DE CR,(CV). |
6.1.0
Verschleißdaten: 460/461/463 (AP42.10-P-4251G v. 19.09.06)
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| Prüfwerte Betriebsbremse: | 461.302/331/332/342 - 463.241/248/308/330/331 | 463.302/332/342 - 463.241/248/303/308/330/331/340/341 |
|---|---|---|
| Bremsbelag-Verschleißgrenze Vorderachse Scheibenbremse: |
2,0 mm | 2,0 mm |
| Hinterachse a) Trommelbremse b) Scheibenbremse |
a) 3,5 mm | b) 2,0 mm |
| Prüfwerte Betriebsbremse: | 461.217/219/223/227/229/238/239/249/266/267 321/322/323/327/328/329/337/338/341/345/367/368 |
460 - 463.200/204/207/208/220/221/224/225/227 228/230/231/300/304/307/320/321/324/325/327/328 |
|---|---|---|
| Bremsbelag-Verschleißgrenze Scheibenbremse: Vorderachse |
2,0 mm | 2,0 mm |
| Hinterachse Trommelbremse |
a) 3,5 mm | b) 3,5 mm |
| Prüfwerte Betriebsbremse: | 463.206/209/232/233/240/243/244/245/246/247/249 250/254/270/271/303/309/322/323/332/333/340/341 |
|---|---|
| Bremsbelag-Verschleißgrenze Scheibenbremse: |
Vorderachse und Hinterachse: 2,0 mm |
| Prüfwerte Bremsscheibe Vorderachse: | 460, 461, 463 | 463 innenbelüftet, außer | 463.270/271 |
|---|---|---|---|
| Bremsscheibendicke: neu | 16 mm | 30 mm | 32 mm |
| Verschleißgrenze | 13 mm | 27 mm | 29,5 mm |
| max. Planschlag | 0,1 mm | 0,15 mm | 0,1 mm |
| Prüfwerte Bremsscheibe Hinterachse: | 461.302/326/332/335 336/342/365/366 |
463.206/209/232/233 240/241/308/330/331 |
463.243/244/245/246/247/248/249/250 254/303/309/322/323/332/333/340/341 |
|---|---|---|---|
| Bremsscheibendicke: neu | 16 mm | 16 mm | 16 mm |
| Verschleißgrenze | 14 mm | 14 mm | 14 mm |
| max. Planschlag | 0,1 mm | 0,1 mm | 0,1 mm |
| Prüfwerte Bremsscheibe Hinterachse: | 463.270/271 |
|---|---|
| Bremsscheibendicke neu: | 22 mm |
| Verschleißgrenze: | 19,5 mm |
| max. Planschlag: | 0,1mm |
Zu Testzwecken ;) :
wurde bei dieser angerosteten Scheibe (3 Monate Stillstand) der Rostkrater (links auf der Scheibe) mit Epoxy Brunox behandelt, um weiteres Rosten zu unterbinden. Auf einem Drehschemel wurde die Scheibe dann geschliffen und ergab trotz Rostfleck einwandfreie Bremswerte, aber der TÜV hat was dagegen, gibt aber die Plakette! |
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| Diese vollautomatische Abdrehmaschine enthält zwei getrennt einstellbare Abdrehstähle mit Hartmetallplättchen zum gleichzeitigen Abdrehen auf jeder Seite. | ![]() |
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| Die Bremsscheiben waren mit Brunox-Rostschutz eingesprüht, daher der dunkle Belag auf der Scheibe vor dem Abdrehen. |
| Es zeigte sich, dass eine Bremsenwartung im Frühjahr und Herbst notwendig ist. Obwohl im Herbst 2006 die Bremse beim 240GD gewartet wurde, waren jetzt (13.04.2007) die inneren Bremsklötze stärker abgeschliffen und der Spalt im Klotz zugeschmiert. Der 240GD wurde täglich genützt (bis zu 80 km). Beim G55 zeigte sich bei der Bremsenwartung ebenfalls einen stärkeren Verschleiß der inneren Klötze. |
| Die folgenden Bilder zeigen die Arbeitsschritte zum Ausbau der Klötze und der Scheibe. | ![]() |
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6.2.2 Trommelbremse:
Die Wartung der Trommelbremse: ist beim 240GD im Tipp 13b beschrieben, ebenso beim 280GE im Tipp 98-3, Abschnitt 2. |
6.3 Bremsscheibe konservieren:
Steht ein im Winter abgemeldetes Fahrzeug einen Monat lang im Freien ohne bewegt zu werden, so rosten die Bremsscheiben. Die Fa. Würth bietet nun ein Bremsscheibenspray an, das den Rostvergang verhindert. Ich probierte es beim abgemeldeten Trophy-280GE aus (siehe Bericht). |
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6.4 Bremsscheiben von Fa. Powerbrake für 460:
Im Forum "Pointedthree" wurde von "Dai" (Thema: brake upgrade installed, 24.12.2008) auf die Bremsscheiben der Fa. Powerbrake in Südafrika hingewiesen. Die Bremsscheiben für einen 300GD haben eine Verschleissanzeige und wie moderne Bremsscheiben eingefräste Rillen. |
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7. Bremsscheibe: 463 (G270CDI/G55AMG):
Beim 270CDI sind die vorderen Bremsscheiben innenbelüftet und 30 mm stark.Einzelheiten dazu sind im Bremsentipp Nr. 28 für den 463 (z.B. G270CDI/G55AMG) zu finden. |
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8. Bremse prüfen - Prüfstand:
Bei permanentem Allrad sollte man auf dem Bremsenprüfstand auf verschiedene Dinge achten, die im WIS ( (C) Werkstattinformationssystem, Mercedes) aufgeführt sind. Thema: Fahren auf dem Bremsenprüftstand: AF28.10-P-3100-A , AH00.10-P-1000-03A , AR42.20-P-0550-GG Zulässig sind max. 60 Sekunden pro Achse und eine max. Prüftrommelgeschwindigkeit von 6 km/h. Das Einbremsen von Bremsbelägen/Reinigen von Bremsscheiben auf dem Prüfstand ist nicht zulässig. Bei Prüfung der Vorderachse muss die Feststellbremse betätigt sein. 8.1 Verteilergetriebe: Ausgleich zerstört: Bei zu großen Drehzahlunterschieden kann der Ausgleich im Verteilergetriebe zerstört werden. |
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